Dach des OlympiastadionsGestern, genauer gesagt vorgestern, fuhr ich mit meiner Familie und einigen Freunden aus meiner Gemeinde nach Berlin zu “Calling all Nations”. Bereits vor zwei Jahren auf dem “Jesus Tag” hatte ich von diesem Event gehört und wollte dort hin fahren. Mich reizte die Tatsache, dass die Veranstalter das Olympiastadion füllen wollten um mit 60 000 Menschen Gott zu feiern und da wollte ich mit dabei sein.

Also ging es am Freitag Abend von Solingen aus los. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, hatte aber ein ungutes Gefühl, weil ich gehört hatte, dass nur 20 000 Karten verkauft worden waren und mir vorstellte wie leer das Stadion sein würde.

Kreuz auf der TribühneGegen 6.00 Uhr - 3 Stunden zu früh - kamen wir dann am Olympiastadion an. Um 9.00 Uhr war Einlass und ich war etwas verblüfft, denn der Innenraum war nicht freigegeben und ganz am Ende des Stadions war die Bühne, die recht klein wirkte - ich hatte größeres erwartet. Gegen 11.00 Uhr füllte sich dann das Stadion langsam und die “Psalm Drummers” starteten. Es folgte ein Worshipblock, in dem viele Bands spielten. Es war leider eine Aneinanderreihung der Bands, sodass ich mir zeitweise vorkam wie auf einem Worship-promo-festival. Hinzu kam, dass viele Lieder auch den Leuten im Stadion unbekannt waren und so fast keiner mitsingen konnte. Hinzu kam, dass auf der kleinen Bühne direkt vor uns es häufiger zu großen technischen Problemen kam. Einzig bei Albert Frey und Brian Doerksen konnten fast alle mitsingen, was dann auch sehr beeindruckend war.

Das Problem mit den Bands zog sich auch durch den zweiten Block, der mit einer Indiandergruppe startete. Im zweiten Block spielte auch Lothar Kosse mit seiner Band - leider zu kurz. Besonders beeindruckend war das Lied “Ich weiß, dass mein Erlöser lebt”, das das ganze Stadion mitsang. Während des zweiten Blocks besserte sich die Stimmung und erste Laolas gingen durchs Stadion.

Im dritten Block besserte sich die Spielzeit der Bands. Tim Hughes spielte relativ lange, sodass man besser in die Anbetung kam. Anbetung Danach heizte Reuben Morgan von Hillsong aus Australien kräftig mit “One Way Jesus” und “My Redeemer lives” ein. Danach spielten direkt Tengerin Doo und mussten gegen die Laola Welle ankämpfen, da sie mit einem ruhigen Lied starteten. Ich weiß nicht, warum sie nicht umdisponiert haben und mit einem etwas schnellerem Lied weiterzumachen. Den Abschluss bildeten Delirious?, die das Stadion mit “Rain Down” und “History Maker” zum toben brachten. Sie setzten aber mit Majesty einen ruhigen Schlusspunkt und ebneten die Bühne für Matt Redman, der der Menge aber wieder einheizte. Danach gab es noch Segen.

Alles in allem war es doch ein positiver Tag. Schade, dass das Stadion nicht ganz gefüllt war. Schade war leider auch, dass so viele Bands und Lobpreisleiter in so kurzer Zeit spielen mussten. Dies verhinderte etwas den Fluss des Lobpreises. Auch das ständige Aufstehen und hinsetzen war etwas problematisch. Leider fehlte auch ein roter Faden. Es bleibt jedoch der positive Eindruck von 20 000 singenden History Makers. Möge dieser Tag Geschichte schreiben.

Ein weiterer Bericht von Holger, der neben mir saß findet ihr hier: Only4christ.de - in Englisch.

Callin all Nations - Finale